Das Steinorakel teilte die Druiden in drei Gruppen, um sich jeweils intensiver mit einem der drei Reiche zu beschäftigen. Die Gestaltung einer Zeremonie zur Erfahrung dieser Reiche stand an und sollte (in gefühlter Windeseile) vorbereitet werden. Ein hektisches Treiben erfüllte den Avena-Hof und die Luft knisterte förmlich vor Anspannung, als sich alle zur Zeremonie im Seminarraum versammelten. Obwohl jede Gruppe nur eine kurze Vorbereitungszeit hatte verlief die bewegende Zeremonie heiter, zunehmend entspannter und sehr berührend. Mit allen Sinnen konnte man in die Reiche des Meeres, des Himmels und des Landes eintauchen und diese erleben. Ein Gefühl von Heimat und Angekommensein stieg in mir auf, das was ich sonst im Alltag nur sehr schwerlich erfahre.
Lieder, weise Worte und Geschichten drangen an mein Ohr, Winde wehten und Düfte umarmten mich. Wellen, die mein Innerstes spiegelten, wirbelten um mich herum, Wasser segnete mich. Steine lagen kühl in meiner Hand und Trommeln brachten mich zum Beben. Ich war gesegnet von Himmel, Meer und dem Land. Dieses Zusammentreffen in der Zeremonie klang noch lange in mir nach.
Aber der Tag war damit noch nicht vorbei!
Draußen traf man sich, um einen Druiden zu feiern, der an diesem Wochenende 50 Jahre alt wurde. Mit einer wunderbar druidischen Torte, Feuerwerk und Liedern wurde der alternde Druide begrüßt um kurz darauf, nach einem Mini-Wellness-Angebot den kerzenerleuchteten Übergang unter einer Eichlaubkrone zu den Druiden ähnlichen Alters zu meistern. Dieser Spaß hatte aber noch kein Ende, denn nun fing das Eisteddfod an.
Druidische Geschichten und Gedichte wurde kundgetan, Chants und berührende Lieder angestimmt, Zitate geraunt und Erzählungen aus dem Leben (ich sage nur Wildgehege und Berliner „Rundlaufwohnungen“ mit vollem Körpereinsatz zum Besten gegeben. Ein absolut gelungener kreativer Abend.













