auf alten Pfaden - Ein Herzensprojekt

Siul • 1. November 2025

Auf den alten Pfaden von Perchta zu Samhain 

1. Eine moderne Geschichte:  Die Nacht des Übergangs

Der Nebel kam früh an diesem Tag. Schon am Nachmittag legte er sich über die Hügel der Buckligen Welt, wie ein stilles Meer aus silbrigem Atem. Die Sonne schien müde, und die Erde roch nach feuchtem Laub und Rauch.
Bria zog den Mantel enger um sich und stieg den alten Hohlweg hinauf, der zum Waldrand führte. In ihrer Hand trug sie eine kleine Laterne, in der das Licht flackerte – nicht stark, aber beständig. Seit Kindheitstagen kannte sie diesen Weg. Früher war sie mit ihrem Großvater hier gewesen, um „die Ahnen zu grüßen“, wie er es nannte. Damals hatte sie es nicht verstanden – warum man in der Dunkelheit hinausgeht, wenn alle anderen sich ins Warme zurückziehen. Heute wusste sie es besser.

Es war der Abend von Samhain, der Nacht, in der die Schleier dünn werden. 
In der man die Stimmen hört, die sonst im Wind verwehen.
In der man sich erinnert, woher man kommt – und was man loslassen darf.

Bria stellte die Laterne am Waldrand ab. Der Wind trug das Rascheln der Buchenblätter zu ihr, das ferne Rufen eines Käuzchens, das Schnaufen des Bodens, der sich unter der Kälte spannte. Sie nahm einen kleinen Stein aus der Tasche – glatt und rund, ein Stück Bergkristall, das sie tagsüber am Bach gefunden hatte. Er fühlte sich kühl an, doch zugleich lebendig, als würde er die Schwingung des Ortes in sich tragen.

„Für das, was war“, flüsterte sie, und legte den Stein ins Moos.

Dann zog sie ein zweites kleines Stück hervor: ein Federchen, das sie auf dem Dachboden gefunden hatte, zwischen alten Spindeln und vergilbten Leinen – eine Gänsefeder. Sie erinnerte sie an ihre Großmutter, die einst in den Rauhnächten Geschichten von der Percht erzählt hatte, der Weißen Frau, die mit den Wildgänsen zieht und die Spinnerinnen prüft.

„Für das, was kommen darf“, sagte Bria und legte die Feder neben den Stein.
Für einen Moment geschah nichts. Nur der Nebel bewegte sich, fließend und lebendig, als atme der Wald selbst. Dann aber glaubte sie, eine Bewegung zu sehen – nicht vor, sondern im Nebel.

Ein Schemen, eine Silhouette. Ein Gesicht, das aus Licht und Schatten gewebt war. 
Bria erschrak nicht. Etwas in ihr erkannte diese Gestalt, lange bevor der Verstand es konnte.
Die Frau im Nebel trug ein weißes Gewand, das wie Frost glitzerte, und in ihren Händen eine Spindel, auf der das Licht selbst gesponnen schien. Ihre Augen blickten tief, so alt wie das Land, und doch voller Güte.

„Perchta …“ flüsterte Bria, kaum hörbar. Die Gestalt neigte den Kopf, fast wie im Gruß. Dann sprach sie – nicht mit Worten, sondern mit einem Klang, der im Innersten vibrierte:

„Du gehst, wo zwei Welten sich berühren.
Vergiss nicht: Das Ende ist der Anfang,
und Dunkelheit ist nur das Kleid des Lichts.“

Ein leiser Wind erhob sich, trug den Nebel fort – und die Gestalt war verschwunden. Nur die Laterne flackerte weiter.

Bria blieb noch lange dort stehen, bis der Mond sich zeigte – ein fahles, rundes Auge über den Hügeln. Sie wusste, dass dies kein Traum gewesen war. Samhain hatte ihr die Schwelle geöffnet, und Perchta war hindurchgetreten – als Zeichen, als Erinnerung, als Segen.


2. Mythologie: Die Schwelle der Welten


Samhain ist der Moment, an dem die Welt innehält. Das Licht ist geschwunden, die Ernte eingebracht, und das Leben zieht sich in die Tiefe zurück. Die Kelten sahen in diesem Zeitpunkt das Ende des alten Jahres und den Beginn des neuen – nicht im Frühling, sondern im Dunkel. In dieser Nacht öffnen sich die Tore zur Anderswelt. Ahnen, Geister und Naturwesen sind uns nah, und die Grenzen zwischen Vergangenheit und Gegenwart lösen sich auf. Doch Samhain ist kein düsteres Fest. Es ist ein heiliges Innehalten – ein bewusster Schritt in den Kreis des Lebens.


Perchta verkörpert genau diesen Übergang. Sie ist die Hüterin der Schwelle, die zwischen Licht und Schatten wandelt. Ihr Name – von „bercht“ = hell, leuchtend – verrät ihre zwiespältige Natur: Sie ist die Strahlende im Dunkel, die Dunkle im Licht. Sie bringt Ordnung in das Chaos, prüft, was Bestand hat, und führt die Seelen auf ihrem Weg.


So wie Samhain die Zeit der Ahnen ist, ist Perchta die Führerin der Ahnen, die Seelenbegleiterin, die das Gleichgewicht wahrt. In alten Sagen zieht sie mit den „wilden Seelen“ durch die Lüfte, begleitet von Gänsen, Wölfen oder Spinnrädern, die wie Sterne funkeln. Ihr Weg ist der Zyklus selbst – das ewige Werden, Vergehen und Wiederkehren.


In der Begegnung von Samhain und Perchta zeigt sich eine uralte Wahrheit:


Der Übergang ist kein Bruch, sondern ein Fließen.
Die Dunkelheit ist nicht das Ende, sondern der Schoß, in dem das Licht neu geboren wird.


Perchta erinnert uns daran, dass auch wir Teil dieses Kreises sind – dass wir Altes loslassen dürfen, um Neues zu empfangen.



Samhain ist das Tor. Perchta ist die Stimme, die hindurchführt.



3. Naturspiritueller und druidischer Blickwinkel: Der Weg nach innen


Im druidischen Weltbild ist die Natur nicht nur Kulisse, sondern Spiegel und Lehrmeisterin. Jeder Baum, jeder Stein, jeder Windstoß trägt Bedeutung – und jede Jahreszeit spricht ihre eigene Sprache. Samhain ist jene Zeit, in der die Erde ihre Energie nach innen zieht. Was über den Sommer gewachsen ist, kehrt nun in die Wurzeln zurück.


Für den Druiden ist dies keine Zeit der Trauer, sondern der Weisheit. Denn die Dunkelheit ist die Mutter des Lebens. Im Verfall liegt der Same des Neuen.


Perchta verkörpert genau diese Erkenntnis: Sie ist die weibliche Kraft des Übergangs, das uralte Prinzip von Reinigung, Prüfung und Erneuerung.


So wie der Druide im Herbst die Kräuter trocknet, die Samen sortiert und das Feuer der Erkenntnis bewahrt, so sortiert Perchta die Seelenkräfte der Welt.


In der Natur zeigt sich dieses Prinzip überall:


Das Laub fällt, um die Wurzeln zu nähren.
Der Frost kommt, um die Erde zu reinigen.
Die Tiere ziehen sich zurück, um neue Kraft zu schöpfen.


Ein druidisch inspirierter Mensch wird diese Zeit daher nicht mit Lärm und Ablenkung füllen, sondern mit Stille, Reflexion und Dank.


Samhain lädt ein, sich selbst zu prüfen:
 

Was in mir darf gehen?
Was darf überwintern?
Welches Licht will ich im Dunkel hüten?

 

Ein einfaches Ritual in dieser Zeit kann helfen, die Verbindung zu vertiefen:


Ein kleines Feuer oder das Licht einer Kerze – ob in einer Schale oder am Waldrand – steht für die innere Flamme. Dazu legt man zwei Symbole: Eines für das, was gehen darf (z. B. ein trockenes Blatt), und eines für das, was bleiben soll (z. B. ein Stein oder Kristall).


Dann spricht man:


„Ich lasse los, was mich bindet,

und bewahre, was mich stärkt.

Perchta, Hüterin der Schwelle,

leite mich durch den Winter.“

 

Dies ist kein Zauberspruch im modernen Sinne – es ist ein druidisches Bekenntnis zur Kreislauferkenntnis. Man tritt bewusst in den Zyklus ein und wird Teil des heiligen Gleichgewichts zwischen Werden und Vergehen.


Perchta und Samhain lehren uns gemeinsam, dass wahre Magie nicht im Äußeren geschieht, sondern im Inneren – in der Wandlung des Herzens, im stillen Erkennen der eigenen Schatten und des darin verborgenen Lichts.

Der Druide weiß: Wer durch die Dunkelheit schreitet, wird zum Lichtträger.


Und wer Perchta begegnet, begegnet letztlich sich selbst – der tiefen, uralten Seele, die im Rhythmus der Erde schlägt.



4. Herzensprojekt „Perchtas Pfad“: Eine Einladung


Perchtas Pfad ist mehr als ein Name – es ist eine lebendige Verbindung zwischen Mythos, Natur und Seele.


Dieses Herzensprojekt ist aus dem Wunsch entstanden, die alten Kräfte unserer Landschaft wieder erfahrbar zu machen: Die Magie der Hügel, die Sprache des Waldes, die Weisheit der Jahreszeiten.


Hier begegnen sich Volksglaube und Druidentum, alte Sagen und moderne Achtsamkeit.


Es geht darum, die uralten Geschichten nicht nur zu erzählen, sondern sie zu leben – in Ritualen, in Kunst, in Stille und Begegnung.


Samhain und Perchta sind dafür Sinnbild und Beginn:


Sie führen uns in die Dunkelheit, damit wir unser eigenes Licht finden.


Sie erinnern uns daran, dass Spiritualität nicht Flucht ist, sondern Heimkehr – zurück 
zur Erde, zurück zu uns selbst.


Wer diesem Weg folgt, entdeckt, dass in jedem Nebel ein Geheimnis liegt, in jedem Windzug eine Botschaft, in jedem Stein ein Gedächtnis.


Perchtas Pfad möchte diese Verbindung wieder sichtbar machen – sanft, achtsam und im Einklang mit der Natur.

Wenn du dich von diesen Worten angesprochen fühlst, wenn du die Sprache des Landes wieder hören und seine Mythen neu entdecken möchtest, dann folge @perchtaspfad  auf Instagram.


Dort findest du Geschichten, Rituale, Hintergründe und Inspirationen, um die alten Wege im heutigen Leben wieder lebendig werden zu lassen.



Gehe den Weg mit offenem Herzen,

und du wirst finden, dass Perchta nicht nur eine Sagengestalt ist –

sondern ein Teil von dir.

 

Text von Siul, Fotos: Siul mit KI Unterstützung

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Ja, ich weiß: Spricht man von Beltane oder der Walpurgisnacht kommt einem sofort die Maibowle und der Waldmeister in den Sinn. Ich möchte hier aber ein weiteres Kraut vorstellen, dass mit dem Fest der Fruchtbarkeit in Verbindung steht: Die Brennnessel Nicht nur, weil sie zu dem Zeitpunkt in voller Kraft steht und frisches Grün liefert, sondern auch, weil es aus den Getränken – in diesem Falle Bier – verschwunden ist, weil es ein „Feuer in den Lenden“ hervorrufen soll ... wenn das nicht zu Beltane passt ... aber dazu später mehr. Die Brennnessel als Pflanze Die Brennessel (Urtica dioica), auch Große Brennnessel genannt, aus der Familie der Brennnesselgewächse ist, wie der lateinische Name schon andeutet zweihäusig. Dass heißt, es gibt männliche und weibliche Pflanzen. Wer also die wunderbaren Brennnesselsamen im Spätsommer ernten möchte, halte nach den weiblichen Pflanzen Ausschau, die dann an den vollgepackten herabhängenden Samensträngen erkennbar sind. Der Gattungsname der Brennnessel leitet sich dabei vom lateinischen Wort „urere“ (= brennen) ab und verweist auf die Brennhaare der Pflanze, die beim Kontakt mit der Haut Schmerzen und Quaddeln verursachen. Andere Namen dieser altbekannten Heilpflanze sind auch Hanfnessel, Saunessel, Donnernessel, Feuerkraut oder Teufelskraut. Brennnessel-Arten sind windbestäubt und sind keine Nektarpflanzen für Insekten. Aber dafür sind Brennnesseln eine sehr wichtige Futterpflanze für Schmetterlingsraupen. Für die Raupen von fast 50 Schmetterlingsarten sind die Brennnesseln eine Futterpflanze. Die Schmetterlingsarten wie der Admiral, das Tagpfauenauge, der Kleine Fuchs, den man auch Nesselfalter nennt, und das Landkärtchen sind beispielsweise auf die Brennnessel angewiesen, denn andere Pflanzenarten kommen für diese Arten als Futterpflanze nicht in Betracht. In Deutschland kommen noch die Kleine Brennnessel (ihre Brennhaare sind schmerzhafter finde ich), die Röhricht-Brennnessel und die Pillen-Brennnessel vor. Alle Arten werden in ähnlicher Weise genutzt. Es ist schwierig, die Brennnessel mit anderen Pflanzen zu verwechseln, da ihre Eigenschaft mit Brennhaaren ausgestattet zu sein spätestens beim Pflücken bemerkt wird. Wird man nicht mit Schmerzen begrüßt, hat man wahrscheinlich die Taubnessel erwischt, die ebenfalls essbar ist, aber medizinisch anders verwendet wird. Die Brennnessel kommt weltweit vor (mit Ausnahme der Antarktis). Ein starker Brennnesselbestand gilt allgemein als Zeiger für einen stickstoffreichen Boden. Man findet sie daher auf früher besiedelten Gebieten, weil es dort zu einer größeren Ansammlung von stickstoffhaltigen Substanzen wie Kompost, Exkrementen und dergleichen kam. Ihre Eigenschaft als Stickstoffanzeiger führte allerdings auch dazu, dass auf Luftbildern nach großen Brennnesselbeständen gesucht wurde, um an den Stellen nach Massengräbern nach den Weltkriegen zu schauen ... Die Brennnessel und ihre Geschichte und Symbolik Die Brennnessel hat eine lange Geschichte in der Welt der Spirits. Als Symbol für Stärke, Intuition und Weisheit wurde sie in vielen Kulturen verehrt. So war sie bei den Wikingern beispielsweise ein Symbol für Widerstandskraft und Schutz. Durch ihre Eigenschaft bei Berührung ein Brennen zu verursachen brachte ihr den Glauben ein, sie sei eine Pflanze für eine starke Abwehr gegen böse Geister und negative Einflüsse. Brennnesseln wurden als eine Art Schutzschild um den Hof oder in der Nähe der Haustür angepflanzt oder aufgehängt, um das Heim vor schädlichen Einflüssen und böse Geister zu bewahren. Aber auch das Tragen von einem Beutel mit getrockneten Brennnesseln oder das Räuchern von Brennnesselsamen (insbesondere in der Walpurgisnacht) galt als ein Schutz vor Teufel, Hexen, Geistern, Feuer und Blitzen. Die Brennnessel war den ganzen Frühling hindurch ein wichtiges Schutz- und Glückskraut: Brennnesselpfannkuchen am Johannistag gegessen, sollte vor dem Zauber von Elfen schützen. Man sagte auch, dass, wenn man Brennnesselgemüse am Gründonnerstag isst, man vor Geldsorgen geschützt ist. Im Frühling, der Zeit der Liebe und insbesondere zu Beltane wurde die Brennnessel ein Symbol für unerwiderte Liebe und es kam vor, dass manch einer sie als Liebesgeißel nutzte und sich damit peitschte.
von Anam Cara 22. März 2026
Lorsque je suis arrivé à Herbstein, j’ai eu l’impression que cet endroit m’accueillait comme une vieille amie. Dès mes premiers pas, une familiarité tranquille flottait dans l’air – presque comme si le sol lui-même reconnaissait mes pas. Je me suis plongé dans le charme hivernal et sombre de cette région, où le silence parle son propre langage et où chaque respiration me relie plus profondément à la terre. Au-dessus de moi, des grimpereaux, des mésanges et des moineaux chantaient – leurs voix étaient un doux salut du printemps à venir. Des écureuils s'affairaient entre les branches, et alors que l'obscurité enveloppait le jour, le cri d'une chouette m'a procuré un sentiment de calme et de sécurité. Cette nuit-là, un ciel d'une rare clarté s'est ouvert au-dessus du village de vacances. Les constellations semblaient me murmurer des histoires, et je sentais mes pensées s’envoler au loin – au-delà des forêts, vers des aspirations et des objectifs enfouis au plus profond de moi. Sous ce firmament scintillant, chaque mot, chaque sourire et chaque pensée semblait prendre tout son sens. Je sentais que tout ce qui est visible n’est qu’une partie d’un tissu plus vaste qui nous relie les uns aux autres. Ce tissu – aussi fin que la lumière dans la rosée du matin, aussi solide que les racines des vieux arbres – est devenu pour moi le symbole de notre thème : « Weaving the Web ». Je pouvais littéralement sentir comment les idées, les actions et les rencontres s’entremêlent pour former un réseau vivant : l’homme et la nature, le passé et l’avenir, le rêve et l’action. Chaque fil que nous tissons ensemble,apporte sa propre touche d'éclat à l'ensemble. Dans le sol gelé, j’ai déchiffré les traces du gibier – de discrets récits de la vie nocturne invisible, qui continue de suivre son cours dans un ordre silencieux. La rivière, sauvage et indomptable, délimitait un espace où la nature et l’homme peuvent respirer côte à côte. Je me suis laissée porter entre bosquets, sentiers enchantés et clairières ouvertes – des lieux qui invitent à s’attarder, à rêver et à écouter. Une énergie particulière et lumineuse imprégnait cet endroit. Je la sentais dans le vent, dans les branches, dans la mousse sous mes pieds. C'était comme si les gardiens de cette terre nous observaient d'un regard bienveillant – comme s'ils voulaient dire : « Vous êtes les bienvenus. » À la fin de notre cercle, un renard est apparu. Silencieux, vigilant, majestueux. Pour moi, il était un messager entre les mondes – l'animal totem de notre cercle, qui nous protégeait et me confirmait que nous étions sur la bonne voie. C’est ainsi que ce week-end de préparation à Herbstein m’a fait ses adieux, comme une compagne qui me chuchote : « Continue. » Je suis revenue en tant que membre d’une communauté qui relie le visible au mystérieux – avec en moi une étincelle porteuse d’idées, de confiance et de la certitude que chaque pas, aussi petit soit-il, fait partie d’un grand chemin commun. Anam Cara photo: Anna Oakflower
von Anam Cara 22. März 2026
When I arrived in Herbstein, it felt as though the place was welcoming me like an old friend. From the very first step, there was a quiet familiarity in the air – almost as if the ground itself recognised my footsteps. I immersed myself in the wintry, sombre charm of this land, where silence speaks its own language and every breath connects me more deeply with the earth. Above me, tree creepers, titmice and sparrows called out – their voices a quiet greeting of the coming spring. Squirrels scurried busily between the branches, and as darkness enveloped the day, the call of a tawny owl gave me a sense of peace and security. That night, a sky of rare clarity opened up above the holiday village. The constellations seemed to whisper stories to me, and I felt my thoughts drifting far away – beyond the forests, towards longings and goals that lie deep within me. Beneath this sparkling firmament, every word, every smile and every thought felt meaningful. I sensed that everything visible is merely part of a greater fabric that connects us all. This web – as delicate as the light in the morning dew, as strong as the roots of ancient trees – became for me a symbol of our theme: ‘Weaving the Web’. I could literally feel ideas, actions and encounters weaving themselves into a living web: humanity and nature, past and future, dream and deed. Every thread we spin together brings its own radiance to the whole. In the frozen ground, I read the tracks of the wildlife – quiet tales of the invisible life of the night, which continues to unfold in its silent order. The river, wild and unyielding, defined a space where nature and humanity are allowed to breathe side by side. I let myself drift amongst groves of trees, enchanted paths and open glades – places that invite one to linger, dream and listen. A peculiar, luminous energy permeated this place. I felt it in the wind, in the branches, in the moss beneath my feet. It was as though the guardians of this land were watching over us with a benevolent gaze – as if to say: “You are welcome.” As our circle drew to a close, a fox appeared. Quiet, alert, dignified. To me, it was a messenger between worlds – the spirit animal of our circle, protecting us and confirming to me that we are on the right path. And so this planning weekend in Herbstein bid me farewell like a companion whispering to me: “Keep going.” I returned as part of a community that connects the visible with the mysterious – with a spark within me that carries ideas, confidence and the knowledge that every step, however small, is part of a great shared journey. Anam Cara pictures: Anna Oakflower
von Tina Igelbrink 21. März 2026
Bärlauch Pflanzen Jahreskreis