Das Johanniskraut und seine Symbolik
Auch die Zeit von Alban Hefin galt als eine magische Zeit und war somit ein guter Zeitpunkt, die Geister anzurufen und ihre Kräfte zum Schutz von Ernte, Vieh Gesundheit und Wohlstand zu nutzen.
Aromatische Kräuter und Pflanzen mit gelben Blüten, die zu dieser Zeit in ihrer Hauptkraft stehen, schützte man, wie in vorchristlicher Zeit üblich, Heim und Hof.
So wurde auch das gelbe Johanniskraut Teil des „Maria-Bettstroh“, das man in das Bett von Gebärenden legte, damit die Geburt gut verlief.
Gern wurden Kränze, Gürtel und Sträußchen aus Johanniskraut, Eichenlaub, Kamille und Beifuß geflochten und zum Sommersonnenwendfest getragen. Die Kränze oder Gürtel legte man unter das Kopfkissen. So wollte man für Glück und Liebe sorgen. Unsere Altvorderen hängten es an Türen und Fenster auf, um Haus und Hof vor Unheil zu schützen, da es als Träger der der Sonnenkraft gilt.
Auch wurde Johanniskraut unter den Esstisch gestreut, um Glück und Gesundheit zu fördern und negative Kräfte abzuhalten. Johanniskraut zur Zeit der Sonnenwende gepflückt gilt als besonders wirksam. Gab man es dann dem Vieh zu fressen sollte es vor vielerlei Krankheit schützen.
Geräuchert half es schließlich auch gegen Zahnweh, Gicht und Rheuma, so sagte man.
Man sagt, dass das Johanniskraut das licht des Sommers einspeichert und dann im Winter wieder freigibt. Deshalb wird es zu den Rauhnächten und der Wintersonnenwende ebenfalls gern genutzt.
Es symbolisiert hier das Licht in der Dunkelheit und wird verwendet, um Schutz und Zuversicht zu stärken. Sein warmer, etwas balsamischer Duft bringt Sonne des Sommers ins Herz. Es gilt als nervenstärkend und bringt seelische Balance. Besonders in Ritualen des Neubeginns und der Lichtverbindung entfaltet es seine Kraft. Man sagt ihm nach, dass es Licht in dunkle Gedanken bringt und die Lebenskraft stärkt. Diese stimmungsaufhellende Wirkung wird auch in der Medizin genutzt.










