Weaving the Web - Gedanken zum Ort

Anam Cara • 5. August 2026

Spirituelle Reise nach Herbstein: Vulkanseele, Ahnenpfade und Sternenflüstern

Herbstein im Vogelsberg ist mehr als Landschaft – es ist ein heiliger Ort, wo die Erde ihre uralte Magie atmet. Inmitten vulkanischer Kräfte, die vor Millionen Jahren erwachten, und Pfaden prähistorischer Seelen lädt dieser Ort zur inneren Einkehr ein. Und webt Natur und Geist zu einem lebendigen Ritualraum.


Die schlafende Vulkanseele des Vogelsbergs

Vor 20 bis 7 Millionen Jahren spie Mutter Erde Basaltlava aus Spalten, ein kosmisches Feuer, das Senken füllte und Kuppen wie den Geiselstein schuf. Heute flüstern diese erodierten Riesen von Zyklen des Werdens und Vergehens – ein Reminder der ewigen Erneuerung. Hier spürt man die Erdenergie.


Ahnenpfade seit Anbeginn der Zeit

Herbstein erwachte 1011, doch seine Wurzeln reichen tiefer. Jäger und Jägerinnen des Paläolithikums wandelten hier vor 40.000 Jahren. Diese Schichten laden zu Ahnenritualen ein, wo Vergangenheit und Gegenwart im Wind verschmelzen.


Flora, Fauna und nächtliche Wunder am CVJM-Platz

Im den 85.000 m² des Feriendorfs blühen Wiesen mit Arnika, Orchideen und weitere heimische Kräuer. Auen und Wälder beherbergen heimische Vogelarten, Schmetterlinge und Bachfische. Bei Tageslicht huschen Füchse und Eichhörnchen durchs Unterholz, Rehe äsen auf den Fluren, der Bussard zieht majestätische Kreise als Himmelsbote.

In klaren Nächten enthüllen sich die Sterne in ihrer unvergessenen Pracht – ein Himmelszelt, das zur Sternenmeditation ruft und die Seele mit dem Kosmos verbindet.



Herbstein berührt die Seele tief: Vulkanfeuer, Ahnenstimmen, Tiergeister und Sternenlicht weben ein spirituelles Netz. Kommt, atmet, verbindet euch – hier pulsiert das Leben ewig.

 

Anam Cara

Fotos:Anna Oakflower

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Ja, ich weiß: Spricht man von Beltane oder der Walpurgisnacht kommt einem sofort die Maibowle und der Waldmeister in den Sinn. Ich möchte hier aber ein weiteres Kraut vorstellen, dass mit dem Fest der Fruchtbarkeit in Verbindung steht: Die Brennnessel Nicht nur, weil sie zu dem Zeitpunkt in voller Kraft steht und frisches Grün liefert, sondern auch, weil es aus den Getränken – in diesem Falle Bier – verschwunden ist, weil es ein „Feuer in den Lenden“ hervorrufen soll ... wenn das nicht zu Beltane passt ... aber dazu später mehr. Die Brennnessel als Pflanze Die Brennessel (Urtica dioica), auch Große Brennnessel genannt, aus der Familie der Brennnesselgewächse ist, wie der lateinische Name schon andeutet zweihäusig. Dass heißt, es gibt männliche und weibliche Pflanzen. Wer also die wunderbaren Brennnesselsamen im Spätsommer ernten möchte, halte nach den weiblichen Pflanzen Ausschau, die dann an den vollgepackten herabhängenden Samensträngen erkennbar sind. Der Gattungsname der Brennnessel leitet sich dabei vom lateinischen Wort „urere“ (= brennen) ab und verweist auf die Brennhaare der Pflanze, die beim Kontakt mit der Haut Schmerzen und Quaddeln verursachen. Andere Namen dieser altbekannten Heilpflanze sind auch Hanfnessel, Saunessel, Donnernessel, Feuerkraut oder Teufelskraut. Brennnessel-Arten sind windbestäubt und sind keine Nektarpflanzen für Insekten. Aber dafür sind Brennnesseln eine sehr wichtige Futterpflanze für Schmetterlingsraupen. Für die Raupen von fast 50 Schmetterlingsarten sind die Brennnesseln eine Futterpflanze. Die Schmetterlingsarten wie der Admiral, das Tagpfauenauge, der Kleine Fuchs, den man auch Nesselfalter nennt, und das Landkärtchen sind beispielsweise auf die Brennnessel angewiesen, denn andere Pflanzenarten kommen für diese Arten als Futterpflanze nicht in Betracht. In Deutschland kommen noch die Kleine Brennnessel (ihre Brennhaare sind schmerzhafter finde ich), die Röhricht-Brennnessel und die Pillen-Brennnessel vor. Alle Arten werden in ähnlicher Weise genutzt. Es ist schwierig, die Brennnessel mit anderen Pflanzen zu verwechseln, da ihre Eigenschaft mit Brennhaaren ausgestattet zu sein spätestens beim Pflücken bemerkt wird. Wird man nicht mit Schmerzen begrüßt, hat man wahrscheinlich die Taubnessel erwischt, die ebenfalls essbar ist, aber medizinisch anders verwendet wird. Die Brennnessel kommt weltweit vor (mit Ausnahme der Antarktis). Ein starker Brennnesselbestand gilt allgemein als Zeiger für einen stickstoffreichen Boden. Man findet sie daher auf früher besiedelten Gebieten, weil es dort zu einer größeren Ansammlung von stickstoffhaltigen Substanzen wie Kompost, Exkrementen und dergleichen kam. Ihre Eigenschaft als Stickstoffanzeiger führte allerdings auch dazu, dass auf Luftbildern nach großen Brennnesselbeständen gesucht wurde, um an den Stellen nach Massengräbern nach den Weltkriegen zu schauen ... Die Brennnessel und ihre Geschichte und Symbolik Die Brennnessel hat eine lange Geschichte in der Welt der Spirits. Als Symbol für Stärke, Intuition und Weisheit wurde sie in vielen Kulturen verehrt. So war sie bei den Wikingern beispielsweise ein Symbol für Widerstandskraft und Schutz. Durch ihre Eigenschaft bei Berührung ein Brennen zu verursachen brachte ihr den Glauben ein, sie sei eine Pflanze für eine starke Abwehr gegen böse Geister und negative Einflüsse. Brennnesseln wurden als eine Art Schutzschild um den Hof oder in der Nähe der Haustür angepflanzt oder aufgehängt, um das Heim vor schädlichen Einflüssen und böse Geister zu bewahren. Aber auch das Tragen von einem Beutel mit getrockneten Brennnesseln oder das Räuchern von Brennnesselsamen (insbesondere in der Walpurgisnacht) galt als ein Schutz vor Teufel, Hexen, Geistern, Feuer und Blitzen. Die Brennnessel war den ganzen Frühling hindurch ein wichtiges Schutz- und Glückskraut: Brennnesselpfannkuchen am Johannistag gegessen, sollte vor dem Zauber von Elfen schützen. Man sagte auch, dass, wenn man Brennnesselgemüse am Gründonnerstag isst, man vor Geldsorgen geschützt ist. Im Frühling, der Zeit der Liebe und insbesondere zu Beltane wurde die Brennnessel ein Symbol für unerwiderte Liebe und es kam vor, dass manch einer sie als Liebesgeißel nutzte und sich damit peitschte.