Der Weg des Druiden - Eine Rezension

17. Februar 2022

Eine Reise durch die keltische Spiritualität 

  Philip Carr-Gomm: „Der Weg des Druiden; Eine Reise durch die keltische Spiritualität“

„Der Weg des Druiden; Eine Reise durch die keltische Spiritualität“, ist eine Erzählung von Philip Carr-Gomm (Titel der Originalausgabe: The Druid`s Way) und aktuell beim Arun Verlag bestellbar. Thema des Buches ist eine monatelange Pilgerreise von Philip Carr-Gomm durch Südengland.

Philip Carr-Gomm folgt einer Vision kurz nach Alban arthuan: Plötzlich erstrahlt der gesamte Hügel vor Licht. „Nichts ist so, wie es erscheint,“ sagte Sie zu mir. „Der Geist ist überall. Ruhm, Liebe und Macht sind allgegenwärtig. Das Land ist heilig. Begib dich auf eine Reise. Nimm hier deinen Ausgang – wo du lebst.“

Und so folgt er den alten Wegen, über Kraftlinien der Erde, zu Monumenten, uralten Heiligen Stätten, Orten der Kraft. Hierbei verknüpft er nach eigener Aussage innere und äußere, wirkliche und imaginäre Erfahrungen mit historischen, geographischen und psychologischen Aspekten. Er nimmt uns mit auf eine Reise, in die äußere, reale Welt, von ihm anschaulich geschildert, vom Regenschauer, der ihn überrascht und völlig durchnässt, bis hin zu einem tragischen Todesfall, aufgrund dessen er seine Reise zeitweise unterbrechen muss. 

Gleichzeitig ist diese Reise jedoch auch eine Reise in die innere Welt. Philip Carr-Gomm schreibt selber: „In diesem Buch geht es um den Weg des Bewusstseins, um eine Methode, die Welt zu sehen, aber es ist ein Weg der Hoffnung statt der Verzweiflung, ein Weg, der uns von der anfänglichen Erkenntnis, wie verschandelt unsere Welt ist, zur Erfahrung der Wunder und Einheitlichkeit des Lebens führt. Es handelt sich um einen uralten Pfad, und viele Menschen sind ihn vor uns gegangen. Heutzutage wird er nicht nur von den alten Traditionen erhellt, sondern auch von einem modernen Verständnis.“ Für ihn ist die Reise daher nicht nur eine Reise im Raum, sondern auch in der Zeit.

Das Buch ist angenehm zu lesen, da die wissenschaftlichen, historischen und philosophischen Erörterungen in die Rahmenerzählung, eine Reise von einem Beginn, der zugleich auch das Ende darstellt, eingebettet sind. Diese Rahmenerzählung aus der Ich-Perspektive des Autors ermöglicht es, sowohl teilzunehmen an der Reise, als auch Zugang zu erhalten zu den tieferen Erörterungen. Philip Carr-Gomm erklärt hierzu, dass er zunächst eine schlichte Beschreibung von Geschichte, Überzeugungen und Praktiken der druidischen Tradition geplant hatte, sich dann jedoch entschied, nicht von einem objektiven Standpunkt aus über die druidische Lebensweise zu schreiben, sondern von innen heraus, aus dem Blickwinkel einer Person, die zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort diese Lebensweise führt. Aus diesem Grunde schrieb er den Reisebericht als persönliches Erlebnis eines Individuums, das am Ende eines Jahrtausends durch die Welt wandert und auf uralte Stimmen lauscht, die sich durch die Landschaft Gehör verschaffen.

Gerade dadurch, dass er den äußeren Weg mit dem inneren Weg verbindet, schafft er es, dem Leser ein Tor zum Verständnis nicht nur der äußeren Geschehnisse, sondern auch der inneren Aspekte, zu eröffnen. Durch die äußere Rahmengeschichte ist das Buch, wie von ihm beabsichtigt, als Lebensbeschreibung von innen heraus angenehm zu lesen und zu erfühlen, was eben gerade durch ein weiteres Lehrwerk nicht möglich gewesen wäre. Hierdurch hat sich die Intention des Autors bestens erfüllt.

Für die deutsche Leserschaft ist bedauerlich, dass sich die vom Autor beschriebenen Wege und Orte in England befinden und daher nicht ohne Aufwand real nacherlebt werden können. 
Philip Carr-Gomm führt hierzu jedoch aus, dass die dem Buch zu Grunde liegende Idee nicht ist, die vorgestellten Orte und Wege als einzigartige auf der Welt darzustellen. Wenn man sich des Zaubers und der Präsenz eines Ortes bewusst wird und damit arbeitet, stellt dies vermutlich einen der direktesten und unmittelbarsten Wege dar, sich für die Bedeutung und den Wert des Druidentums in der heutigen Welt zu öffnen. Sein Buch ist eine universelle Einladung:

„Wenn wir den Zauber eines Ortes spüren wollen, müssen wir uns in die rechte Stimmung versetzen, und dann beginnt die Landschaft, zu uns zu sprechen.“

Das Buch ist in jeden Fall einen Kauf wert. 

Bezogen kann es werden über den Buchhandel:
Philip Carr-Gomm: „Der Weg des Druiden; Eine Reise durch die keltische Spiritualität“, ISBN 978-3-86663-063-5, 19,95 € inkl. gesetzl. MwSt.
Buchrezension von Lavender

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Ja, ich weiß: Spricht man von Beltane oder der Walpurgisnacht kommt einem sofort die Maibowle und der Waldmeister in den Sinn. Ich möchte hier aber ein weiteres Kraut vorstellen, dass mit dem Fest der Fruchtbarkeit in Verbindung steht: Die Brennnessel Nicht nur, weil sie zu dem Zeitpunkt in voller Kraft steht und frisches Grün liefert, sondern auch, weil es aus den Getränken – in diesem Falle Bier – verschwunden ist, weil es ein „Feuer in den Lenden“ hervorrufen soll ... wenn das nicht zu Beltane passt ... aber dazu später mehr. Die Brennnessel als Pflanze Die Brennessel (Urtica dioica), auch Große Brennnessel genannt, aus der Familie der Brennnesselgewächse ist, wie der lateinische Name schon andeutet zweihäusig. Dass heißt, es gibt männliche und weibliche Pflanzen. Wer also die wunderbaren Brennnesselsamen im Spätsommer ernten möchte, halte nach den weiblichen Pflanzen Ausschau, die dann an den vollgepackten herabhängenden Samensträngen erkennbar sind. Der Gattungsname der Brennnessel leitet sich dabei vom lateinischen Wort „urere“ (= brennen) ab und verweist auf die Brennhaare der Pflanze, die beim Kontakt mit der Haut Schmerzen und Quaddeln verursachen. Andere Namen dieser altbekannten Heilpflanze sind auch Hanfnessel, Saunessel, Donnernessel, Feuerkraut oder Teufelskraut. Brennnessel-Arten sind windbestäubt und sind keine Nektarpflanzen für Insekten. Aber dafür sind Brennnesseln eine sehr wichtige Futterpflanze für Schmetterlingsraupen. Für die Raupen von fast 50 Schmetterlingsarten sind die Brennnesseln eine Futterpflanze. Die Schmetterlingsarten wie der Admiral, das Tagpfauenauge, der Kleine Fuchs, den man auch Nesselfalter nennt, und das Landkärtchen sind beispielsweise auf die Brennnessel angewiesen, denn andere Pflanzenarten kommen für diese Arten als Futterpflanze nicht in Betracht. In Deutschland kommen noch die Kleine Brennnessel (ihre Brennhaare sind schmerzhafter finde ich), die Röhricht-Brennnessel und die Pillen-Brennnessel vor. Alle Arten werden in ähnlicher Weise genutzt. Es ist schwierig, die Brennnessel mit anderen Pflanzen zu verwechseln, da ihre Eigenschaft mit Brennhaaren ausgestattet zu sein spätestens beim Pflücken bemerkt wird. Wird man nicht mit Schmerzen begrüßt, hat man wahrscheinlich die Taubnessel erwischt, die ebenfalls essbar ist, aber medizinisch anders verwendet wird. Die Brennnessel kommt weltweit vor (mit Ausnahme der Antarktis). Ein starker Brennnesselbestand gilt allgemein als Zeiger für einen stickstoffreichen Boden. Man findet sie daher auf früher besiedelten Gebieten, weil es dort zu einer größeren Ansammlung von stickstoffhaltigen Substanzen wie Kompost, Exkrementen und dergleichen kam. Ihre Eigenschaft als Stickstoffanzeiger führte allerdings auch dazu, dass auf Luftbildern nach großen Brennnesselbeständen gesucht wurde, um an den Stellen nach Massengräbern nach den Weltkriegen zu schauen ... Die Brennnessel und ihre Geschichte und Symbolik Die Brennnessel hat eine lange Geschichte in der Welt der Spirits. Als Symbol für Stärke, Intuition und Weisheit wurde sie in vielen Kulturen verehrt. So war sie bei den Wikingern beispielsweise ein Symbol für Widerstandskraft und Schutz. Durch ihre Eigenschaft bei Berührung ein Brennen zu verursachen brachte ihr den Glauben ein, sie sei eine Pflanze für eine starke Abwehr gegen böse Geister und negative Einflüsse. Brennnesseln wurden als eine Art Schutzschild um den Hof oder in der Nähe der Haustür angepflanzt oder aufgehängt, um das Heim vor schädlichen Einflüssen und böse Geister zu bewahren. Aber auch das Tragen von einem Beutel mit getrockneten Brennnesseln oder das Räuchern von Brennnesselsamen (insbesondere in der Walpurgisnacht) galt als ein Schutz vor Teufel, Hexen, Geistern, Feuer und Blitzen. Die Brennnessel war den ganzen Frühling hindurch ein wichtiges Schutz- und Glückskraut: Brennnesselpfannkuchen am Johannistag gegessen, sollte vor dem Zauber von Elfen schützen. Man sagte auch, dass, wenn man Brennnesselgemüse am Gründonnerstag isst, man vor Geldsorgen geschützt ist. Im Frühling, der Zeit der Liebe und insbesondere zu Beltane wurde die Brennnessel ein Symbol für unerwiderte Liebe und es kam vor, dass manch einer sie als Liebesgeißel nutzte und sich damit peitschte.
von Anam Cara 22. März 2026
Lorsque je suis arrivé à Herbstein, j’ai eu l’impression que cet endroit m’accueillait comme une vieille amie. Dès mes premiers pas, une familiarité tranquille flottait dans l’air – presque comme si le sol lui-même reconnaissait mes pas. Je me suis plongé dans le charme hivernal et sombre de cette région, où le silence parle son propre langage et où chaque respiration me relie plus profondément à la terre. Au-dessus de moi, des grimpereaux, des mésanges et des moineaux chantaient – leurs voix étaient un doux salut du printemps à venir. Des écureuils s'affairaient entre les branches, et alors que l'obscurité enveloppait le jour, le cri d'une chouette m'a procuré un sentiment de calme et de sécurité. Cette nuit-là, un ciel d'une rare clarté s'est ouvert au-dessus du village de vacances. Les constellations semblaient me murmurer des histoires, et je sentais mes pensées s’envoler au loin – au-delà des forêts, vers des aspirations et des objectifs enfouis au plus profond de moi. Sous ce firmament scintillant, chaque mot, chaque sourire et chaque pensée semblait prendre tout son sens. Je sentais que tout ce qui est visible n’est qu’une partie d’un tissu plus vaste qui nous relie les uns aux autres. Ce tissu – aussi fin que la lumière dans la rosée du matin, aussi solide que les racines des vieux arbres – est devenu pour moi le symbole de notre thème : « Weaving the Web ». Je pouvais littéralement sentir comment les idées, les actions et les rencontres s’entremêlent pour former un réseau vivant : l’homme et la nature, le passé et l’avenir, le rêve et l’action. Chaque fil que nous tissons ensemble,apporte sa propre touche d'éclat à l'ensemble. Dans le sol gelé, j’ai déchiffré les traces du gibier – de discrets récits de la vie nocturne invisible, qui continue de suivre son cours dans un ordre silencieux. La rivière, sauvage et indomptable, délimitait un espace où la nature et l’homme peuvent respirer côte à côte. Je me suis laissée porter entre bosquets, sentiers enchantés et clairières ouvertes – des lieux qui invitent à s’attarder, à rêver et à écouter. Une énergie particulière et lumineuse imprégnait cet endroit. Je la sentais dans le vent, dans les branches, dans la mousse sous mes pieds. C'était comme si les gardiens de cette terre nous observaient d'un regard bienveillant – comme s'ils voulaient dire : « Vous êtes les bienvenus. » À la fin de notre cercle, un renard est apparu. Silencieux, vigilant, majestueux. Pour moi, il était un messager entre les mondes – l'animal totem de notre cercle, qui nous protégeait et me confirmait que nous étions sur la bonne voie. C’est ainsi que ce week-end de préparation à Herbstein m’a fait ses adieux, comme une compagne qui me chuchote : « Continue. » Je suis revenue en tant que membre d’une communauté qui relie le visible au mystérieux – avec en moi une étincelle porteuse d’idées, de confiance et de la certitude que chaque pas, aussi petit soit-il, fait partie d’un grand chemin commun. Anam Cara photo: Anna Oakflower
von Anam Cara 22. März 2026
When I arrived in Herbstein, it felt as though the place was welcoming me like an old friend. From the very first step, there was a quiet familiarity in the air – almost as if the ground itself recognised my footsteps. I immersed myself in the wintry, sombre charm of this land, where silence speaks its own language and every breath connects me more deeply with the earth. Above me, tree creepers, titmice and sparrows called out – their voices a quiet greeting of the coming spring. Squirrels scurried busily between the branches, and as darkness enveloped the day, the call of a tawny owl gave me a sense of peace and security. That night, a sky of rare clarity opened up above the holiday village. The constellations seemed to whisper stories to me, and I felt my thoughts drifting far away – beyond the forests, towards longings and goals that lie deep within me. Beneath this sparkling firmament, every word, every smile and every thought felt meaningful. I sensed that everything visible is merely part of a greater fabric that connects us all. This web – as delicate as the light in the morning dew, as strong as the roots of ancient trees – became for me a symbol of our theme: ‘Weaving the Web’. I could literally feel ideas, actions and encounters weaving themselves into a living web: humanity and nature, past and future, dream and deed. Every thread we spin together brings its own radiance to the whole. In the frozen ground, I read the tracks of the wildlife – quiet tales of the invisible life of the night, which continues to unfold in its silent order. The river, wild and unyielding, defined a space where nature and humanity are allowed to breathe side by side. I let myself drift amongst groves of trees, enchanted paths and open glades – places that invite one to linger, dream and listen. A peculiar, luminous energy permeated this place. I felt it in the wind, in the branches, in the moss beneath my feet. It was as though the guardians of this land were watching over us with a benevolent gaze – as if to say: “You are welcome.” As our circle drew to a close, a fox appeared. Quiet, alert, dignified. To me, it was a messenger between worlds – the spirit animal of our circle, protecting us and confirming to me that we are on the right path. And so this planning weekend in Herbstein bid me farewell like a companion whispering to me: “Keep going.” I returned as part of a community that connects the visible with the mysterious – with a spark within me that carries ideas, confidence and the knowledge that every step, however small, is part of a great shared journey. Anam Cara pictures: Anna Oakflower
von Tina Igelbrink 21. März 2026
Bärlauch Pflanzen Jahreskreis