Geschichten zu den Jahreskreisfesten

Alban Arthan


 

Wintersonnenwende 

 

Es ist wieder die dunkelste Zeit des Jahres. Zeit der langen Nächte. 

Wir das Volk der Menschen haben uns, wie viele Menschen vor  uns und viele Menschen nach uns, hier in dieser Höhle versammelt. 

Hier im Schoß der großen Muttergöttin, der Mutter alles Lebens, sitzen wir und warten auf das große Ereignis. 

Es ist stockdunkel, draußen weht ein eisiger Wind. In dieser Zeit des Jahres, gehen wir nicht auf die Jagd. Wir essen unsere Vorräte und wärmen uns am Feuer. 

 

Das letzte Feuer ist erloschen. Finsternis hüllt uns ein. Ganz still ist es.  

Man spürt es ist bald soweit. 

Plötzlich hört man den Herzschlag des Lebens. 

Ein kleiner Funke des Lichts. Dies ist das Licht das die Tage wieder länger werden lässt. Dies ist das Licht das die Ernte auf den Feldern wachsen und reifen lässt. 

Dies ist das Licht das Wiedergeboren ist. Der Sohn des Sonnengottes ist wieder da. Der kleine Mabon mit nur einem blonden Haar. Der Junge der das Licht bringt.  

Ein jeder heißt in Willkommen und holt sich das Licht für sein Haus. Das Licht für die Zukunft, das Licht das verspricht das die Tage wieder länger werden. 

 

Das Licht des Lebens