Ritter

Quest of the Mabon von einem Ritter erzählt

 

Es war einer dieser langen kalten Winterabende und man saß zusammen auf Camelot. Die Geschichten waren schon erzählt und Neuigkeiten waren rar.

Da fragte Bedwyr: Kai erinnerst du dich noch an unsere Suche nach dem Mabon?

 

Kai kam ins grübeln: Wie lange ist es schon her? Einen Amboss oder einen Berg lang?

Bedwyr: Magst du es den jungen Rittern und Fräulein nicht erzählen.

 

Kai lehnte sich zurück auf seinem Stuhl der mit einem Bärenfell gepolstert war und schenkte sich einen Becher Met ein.

 

 

Es war ein sonniger Tag nahe der Sommer Sonnenwende. Wir lagerten ums Feuer da schicke uns Arthur auf die Quest. Wir sollten den Mabon suchen, das Kind das von seiner  Mutter gestohlen wurde als es noch nicht mal drei Tage alt war.

Wir waren zu dritt, Bedwyr, Ich und Gwrhr Gwalstawd der die Sprache aller Tiere sprechen konnte.

Kannst du dich noch erinnern Bedwyr, wie Gwhr Gwalstawd von Arthur immer genannt wurde?

Bedwyr lächelte nur wissend.

Und Kai erzählte weiter.

Wir gingen zuerst zur Amsel, den Arthur meinte sie ist das älteste Tier auf Erden.

 

Wir fragten sie: Kennst du Mabon den Sohn Modrons?

 

Und die Amsel zog uns in ihren Bann und gab uns einen Einblick in das Leben zwischen Tag und Nacht.

Doch auch sie wusste nicht wo Mabon war, und hatte noch nie von ihm gehört.  Sie gab uns eine Feder mit, die wir Arthur brachten und einen Rat. Der Hirsch von Rhedynfre solle noch älter sein als sie.

 

Und Arthur schickte uns weiter zum Hirsch von Rhedynfre. Auch ihm stellten wir unsere Frage. Er weihte uns ein in die Mysterien von Leben und Tod und ließ uns einen kurzen Blick erhaschen in die Anderswelt.

 

Er gab uns einen Eichenschössling mit und schickte uns zur Eule von Cwm Cawlwyd.

Sie soll noch älter sein als er. Als wir Arthurs davon berichteten, meinte er nur wir müssen weitersuchen. Wir hatten inzwischen das Gefühl als ob wir nicht mehr alleine wären auf der Quest sondern begleitet von fast hundert Menschen.

 

Im Wald der Eulen wurden wir von einem Lied empfangen. Dies führte uns in eine Traumwelt und wir sahen die Welt mit den Augen der Eule.

 

 

Aber auch sie hatte von Mabon dem Sohn von Modron noch nie gehört.

 

Doch sie kannte ein Tier das noch älter war, den Adler von Gwern Abwy und gab uns eine Feder für ihn mit.

Wir berichteten Arthur und der schickte uns zum Adler von Gwern Abwy.

Dort wurden wir empfangen von einer Horde von Adlern die auf ihren Horst thronten.

 

Auch den Adler fragten wir nach Mabon den Sohn Modrons. Und er wusste nichts von ihm. Doch er erzählte uns von einem Tier das noch älter war als er den Lachs von Llyn Llyw. Und er erzählte uns von dem Kampf den er hatte, und wie ihm der Lachs dann Frieden anbot und wir durften den Kampf erleben.

 

Er gab uns einen Speer mit den er dem Lachs aus dem Rücken gezogen hat als Friedensunterpfand.

So ging unsere Suche weiter zum Lachs von Llyn Llyw.

Auch dem Lachs stellten wir die Frage und er konnte uns weiterhelfen. Er erzählte uns von dem Kerker von Gloucester, wo er jemanden ganz erbärmlich seufzen und heulen hörte.

 

 

Mit dem Lachs tauchten wir ein in den Fluss und wurden von einem Schwarm Lachse nach Gloucester gebracht.

Dort hörten wir das Jammern und Wehklagen.

Durch die Mauern fragten wir bist du Mabon Sohn von Modron.

Ja, das bin ich hörten wir die Antwort.

War dies das Ende der Quest? Wir fragten Mabon wie er befreit werden könnte, mit Gold und Silber oder Juwelen oder durch Kampf.

Nur durch Kampf könne er befreit werden war die traurige Antwort.

Trotzdem entschloss er sich noch ein letztes Mal in den Kampf zu ziehen um Mabon den Sohn Modrons zu befreien.

Und König Arthurs stellte ein Heer  auf wie es die Welt noch nie gesehen hat. Amseln, Eulen Hirsche und Adler mischten sich unter seine Ritter.

 

An der Seite von König Arthus kämpfte  Bedwyr.

Ich und Gwrhr Gwalstrawd glitten auf dem Rücken des Lachses heimlich von hinten in den Kerker, den der Kampf war nur ein Ablenkmanöver.

Und wir konnten Mabon befreien.

Es war ein Jubel, wie ihr ihn euch nicht vorstellen könnt.

 

Und glaubt mir kein Fest war größer und vielfältiger als dieses das gefeiert wurde in Cam Ebberg.

 

Bernhard Höfer