Rückblick auf verschiedene Kurse

Winterretreat

Winter Retreat auf Schoss Dhaun

Das 1. Winter-Retreat Deutschlands fand auf Schloss Dhaun statt. Es liegt auf einem felsigen Bergspann über dem engen Kellenbach Tal ringsum eingebettet in tiefe Wälder und Täler.

Schloss Dhaun blickt auf eine lange Geschichte zurück. Im Mittelalter war das  “castrum de Dune“ die Hauptburg der Wild- und Rheingrafen. Von 1886 bis 1954 war das Schloss im Besitz einer Kirner Fabrikantenfamilie, danach wurde es vom „Zweckverband Schloss Dhaun“ erworben und umgebaut. Seit 1957 dient Schloss Dhaun als Bildungseinrichtung.

1.Tag

Mystisch und in der neblig, düsteren Abendstimmung hielten wir unser Anfangsritual ab. Als Kern des Rituals wurde die Geschichte vom „Tanz mit den Feen“ erzählt und als kleines Theaterstück gespielt. Im Jahreskreis zu Samhain begleiteten uns natürlich auch die Elemente durch unseren Ritualleiter Günter.

Michael und Jule zauberten mittags und abends immer ein köstliches Essen. Der Abend klang fröhlich, gemütlich mit einer heißen Kürbissuppe interessanten Gesprächen und Gesängen aus.

 

Für die Gestaltung des Eröffnungsrituals war Elisabeth zuständig

2. Tag

Nach einer Morgenrunde und ausgiebigem Frühstück begannen wir eifrig, unsere Wachskerzen herzustellen.

Wachsplatten aus Bienenwachs wurden zu kreativen Kerzen gedreht und jeder arbeitete einen Wunsch für das neue Jahr in die Kerze ein. Es entstanden richtige kleine Kunstwerke.

In der Ahnenmeditation von Bernhard konnten wir uns mit unseren Ahnen verbinden, altes loslassen und neue Visionen hochkommen lassen.

Am Nachmittag führten Jule und Elisabeth eine Tanzmeditation durch. Verschiedene Wahrnehmungsübungen und Tanz symbolisierten das Leben. Der Gang zum Mittelpunkt der Spirale symbolisierte den dunkelsten Punkt an dem zugleich unsere selbstgebastelten Kerzen entzündet wurden und uns ein neues Licht und neue Kraft brachte.

Mit dem 2. Teil der Ahnenmeditation von Bernhard nahmen wir nochmals Kontakt mit den Ahnen auf.

 

 

Eisteddfod am Abend durfte natürlich nicht fehlen. Viele große und kleine Künstler beteiligten sich mit Gedichten, Geschichten und Musikstücken daran. Auch dieser Abend endete mit viel Spaß, viel Musik und guten Gesprächen.  

 

 

 

 

3. Tag

Nach der Morgenrunde schaute Saga für uns in die Zukunft und zeigte uns eine Orakelmethode, mit der wir das ganze neue Jahr beleuchten konnten.

Das Abschluss Ritual endete mit einem Gedicht, das Saga vorgetragen hat und mit Musikstücken und einem Segen. Ritualleiter war wieder Günter.

Für die Gestaltung des Abschluss Rituals war Karen zuständig.

 

 

Insgesamt war das Winterretreat ein sehr gelungenes Fest. Auch der Wettergott war uns immer wohlgesonnen und der Tenor der Teilnehmer war durchwegs positiv.                                                                                                                                                           

  Verfasst von Elisabeth Stock

           Quellenverzeichnis:

           www.schlossdhaun.de

           Fotos von Karen Rothenbusch und Elisabeth Stock

Workshop Gift of the Forest

GIFTS OF THE FOREST – mit Penny Billington im Naturfreundehaus Laacher See, Vulkaneifel

Die Zeit vom 18. – 20. Oktober war wieder eine (im wahrsten Sinne des Wortes) wundervolle Gelegenheit, mit Gleichgesinnten und den „Geschenken des Waldes“ eine gute Zeit zu verbringen. Penny Billington hat uns gerufen und 15 OBOD´ies sind diesem gefolgt.

 

Wir waren zu Gast im Naturfreundehaus Laacher See, gelegen in der Vulkaneifel am Laacher See, der nach der dortigen Benediktinerabtei Maria Laach benannt ist. Ein wirklich spannender Ort, der vor rund 10.000 Jahren Schauplatz einer der größten Vulkanausbrüche war, den Europa je erlebt hat. Geologen sprechen davon, dass er 6-mal so stark gewesen sein soll wie der Ausbruch des Mount St. Helens 1980. Die gesamte Auswurfmenge betrug damals etwa 6 km³ Stammmagmavolumen, entsprechend ca. 16 km³ vulkanischer Lockermassen und die Magmakammer scheint noch intakt zu sein. Der Laacher See ist ein aktiver Zeitzeuge der damaligen Ereignisse, ist Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart und ließ mich erahnen, welch gewaltige Kräfte in der Natur und im Leben wirken und welche Formen sie annehmen können.

 

Zu Beginn unseres Workshops hat uns Penny eingeladen zu spüren, mit welchem Baum wir uns besonders verbunden fühlen und den Impuls gegeben, dass sich Bäume gleicher Art zusammenfinden. Und so kamen wir als „Baumwesen“ zusammen, erlebten uns als Individuum und öffneten uns für die Möglichkeit, uns auch als Gemeinschaftswesen wahrzunehmen. Eine Erfahrung, die eine Brücke baut zu einem Erleben, dass wir als Einzelwesen mit aller Selbständigkeit und Autarkie uns auch als „mit allem eins“ erfahren können. Eine geführte Baum-Meditation ließ uns noch tiefer eintauchen in das Wesen der Bäume und in meiner Meditation erinnerte ich mich an Baumbart aus dem Fangorn-Wald, eines der ältesten Wesen Mittelerdes.

 

Penny hat auch eine große Vielfalt an kleinen Baumzweigen mitgebracht und diese gebündelt. Jeder von uns zog, gleich dem Ziehen einer Tarot-Karte, einen der Zweige aus dem Bündel heraus, um zu sehen, welcher Baumspirit uns persönlich im Bezug zu unserem Workshop begleitet. Die Linde ist der Baum, der mich seit den zurückliegenden Raunächten für meinen jetzigen Zyklus im Rad des Lebens begleitet und war freudig davon berührt, auch im Kontext des Workshops wieder von der Linde begleitet zu werden.

 

Ja, unsere gemeinsame Zeit war mit Aktivitäten reich gefüllt und der morgendliche Dance of Life durfte nicht fehlen. Bernhard als Repräsentant von WeltderLinden hat ihn angeleitet und er hat auch den organisatorischen Rahmen des Workshops so gestaltet, dass alles gut zusammenpasste.

 

 

Bernhard war auch unser Guide auf dem Medicine-Walk durch Wald und Wiese zum Laacher Vulkan-See. Ein Pfad, auf dem sich die Reiche der Mineralien, der Pflanzen, der Pilze, der Tiere, der Menschen und der Nichtalltäglichen Wirklichkeit berührten und begegneten. Wir sind nach dem Durchschreiten des Tores den Weg in Stille gegangen und kamen mit vielem von dem in Kontakt, was sonst in der alltäglichen Wirklichkeit oft verborgen bleibt.

Samstagabend erlebte ich einen Eisteddfod mit wirklich feinen Beiträgen unserer Freunde und wenn ich darüber nachdenke, kann ich es fast wieder hören, das feine Spiel der Harfe, das Rascheln der Blätter, das Schlagen der Trommeln und das Fließen der Poesie. Und alles andere, was hier unerwähnt bleibt.

Am Sonntag bekamen wir Gelegenheit, mit dem Tree Angel Oracle, welches von Fred Hageneder and Anne Heng gestaltet wurde, in Kontakt zu kommen und eine Karte zu ziehen. In diesem Set wohnen 36 wundervolle Tree-Angels und ich war und bin davon beeindruckt, wie die Baum-Engel auf mich wirken.  Auch in diesem Kontext ist aufs Neue die Linde zu mir gekommen.

 

Was ich ganz persönlich aus unserem Workshop mitgenommen habe habe ist meine Begegnung mit den fünf Naturreichen und eine Ahnung davon, welchen Platz ich innerhalb des Mineral-, Pflanzen-, Pilz-, Tierreichs und der Welt der Menschen einnehme. Ich fühle, dass die Entwicklung von Humanity ein bedeutendes Kapitel der Schöpfung darstellt, welches uns für den nächsten großen Schritt vorbereiten soll. Und mir wurde bewusst, dass mein Körper alle Teile der Naturreiche beheimatet und in Beziehung zu allen steht.  Alles hat Bedeutung und Sinn. Jegliche Lebenssituation, die mir begegnet, mich berührt und bewegt ist in seiner tiefsten Essenz ein Freund, der mich wachsen und reifen läßt und mich darauf vorbereitet für die Vollendung, welche Humanity als eines der Reiche erfahren wird.

Awen

 

Andreas Trampenau